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Was ist Combat Sambo/Sambo
Sambo
(russisch самбо) ist eine russisch-sowjetische Kampfsportart, die neben
eigenen auch Elemente aus dem Boxen, Karate, Jiu-Jitsu und Judo enthält.
Sambo
soll traditionelle fernöstliche Kampfkünste mit modernen
wissenschaftlichen Erkenntnissen kombinieren. Vor allem die Polizei und
die Streitkräfte sollten davon profitieren.
Der Begriff Sambo
setzt sich aus den russischen Worten Samosaschtschita bes orushia
zusammen (Самозащита без оружия) (= Selbstschutz ohne Waffen).
Sambo wurde 1938 in der Sowjetunion als Sportart anerkannt.
Bojewoje
Sambo ist eine auf alten slawischen, anderen europäischen und
asiatischen Kampfsystemen basierende Version waffenloser
Selbstverteidigung, welche vor dem zweiten Weltkrieg wissenschaftlich
überarbeitet wurde. Dieses System wird von seinen Anhängern auch oft
einfach als Sambo bezeichnet. Im Gegensatz zum weitaus bekannteren
(„Sport-“) Sambo und dem in einigen Schulen und Einheiten des
russischen Militärs und der Polizei angebotenen
(„Selbstverteidigungs-“) Sambo, was teilweise eine einfache Mischung
aus Sportsambo (judoähnlich) und Karatetechniken darstellt, bildet das
echte Combat-Sambo eine kleine aber äußerst elitäre Unterart russischer
Selbstverteidigung. Es ist die bis heute unbekannteste und am besten
geheim gehaltene Version tödlicher Nahkampfkunst und bleibt nur
ausgewählten Angehörigen von Spezialeinheiten ehemaliger
Sowjetrepubliken und einem äußerst eng begrenzten Kreis ausländischer
Experten, welche zumeist ebenfalls Spezialkräften von Polizei bzw.
Militär angehören, vorbehalten.
Bis heute haben sich
verschiedene Linien aufgespalten, welche jede für sich das gesamte
System etwas anders interpretiert und lehrt. Nur wenige Schulen bieten
dieses stark abgewandelte und teilweise auch als Systema oder Russian
Martial Art benannte Nahkampfsystem gegen Bezahlung an. Hierbei werden
jedoch nur wenige ausgewählte und deutlich entschärfte Techniken und
Grundprinzipien des eigentlichen Combat-Sambo gelehrt.
In der
westlichen Welt sind besonders Kanada, Österreich, Frankreich, die
Schweiz, England und Deutschland zu nennen. Hier finden sich
vereinzelte seriöse Schulen und Trainer.
Teilweise wurde ein
eigenes Graduierungssystem, insbesondere vom (west-)europäischen Arm
unter Großmeister H. Böhm (10. Meistergrad, Tschechische Republik)
bewahrt. Die Terminologie ist Russisch und Englisch. Zur Zeit gibt es
für Westeuropa nur einen einzigen lizenzierten Großmeister (z. Zt. 6.
Meistergrad), welcher das ursprüngliche System an Angehörige von
Spezialeinheiten der deutschen Militärpolizei und Ausbilder
internationaler Personenschutzkommandos unterrichtet.
Authentische
Gruppen trainieren zur Zeit in Paris, London, Genf, Bratislava,
Belgrad, Innsbruck, München und weiteren Städten (primär Deutschland).
Andere westeuropäische Gruppen der originalen Combat-Sambo-Linie
existieren nicht.
Zur Zeit beträgt die Zahl der aktiv Ausübenden
inklusive der russischen Elite-Soldaten und Polizisten weltweit ca.
5000 Combat-Sambo-Betreibende. Combat-Sambo-Aktive nehmen regelmäßig
und erfolgreich an Wettkämpfen verschiedenster Kampfkünste und
Kampfsportarten teil. Darüber hinaus existieren auch eigene
internationale Meisterschaften.
Eine weitaus bekanntere und
stetig populärer werdende Variante des Sport- und
Selbstverteidigungs-Sambo, wird mittlerweile als offizielle
Wettkampfdisziplin des Deutschen Sambo Verbands e. V. und der
Federation International Amateur Sambo (FIAS) ebenfalls unter der
Bezeichnung „Combat-Sambo“ angeboten. Bei dieser letztgenannten Art des
Sambo handelt es sich jedoch um eine Wettkampfdisziplin des Sport-Sambo
und nicht um eine eigene Sportart, Kampfkunst oder gar ein
eigenständiges Selbstverteidigungssystem. In diesem Punkt herrscht
aufgrund der hohen Geheimhaltungsstufe des originalen Combat-Sambo
(Speznas) viel Unklarheit in der Martial-Arts-Szene und selbst
erfahrene Meister und Großmeister anderer Systeme verwechseln diese
Bezeichnungen oft.
Die heutigen bekanntesten Persönlichkeiten
die Sambo ausgeübt haben sind Vladimir Putin, Profi-Wrestler Vladimir
Kozlov und die Mixed Martial Arts Champions Fedor Emelianenko und Igor
Tatarov.